Story

Seit dem Jahr 1933 trafen sich in der ehemaligen Benediktiner-Abtei Alpirsbach/Schwarzwald evangelische Christinnen und Christen, um den Dienst der gemeinsamen Anbetung und Fürbitte in der evangelischen Kirche neu zu beleben und "ernsthaft nach dem zu fragen, was uns in und mit der Kirche gegeben ist". (Einladung zur Epiphaniaswoche 1935). Sie entdeckten im Chorgebet einen der evangelischen Kirche verlorengegangenen Schatz und im Gregorianischen Choral eine großartige musikalische Formenwelt, die für die evangelische Liturgie wiedergewonnen werden sollte.
Das von Friedrich Buchholz (1902-1967) kunstvoll erarbeitete Alpirsbacher Antiphonale machte es möglich, die Psalmen und andere biblische Texte sowie Gebete und Hymnen nach den originalen Melodien auch in deutscher Sprache gemeinschaftlich zu singen.
Die Anfänge der Kirchlichen Arbeit Alpirsbach wurden geprägt durch Richard Gölz, (1887-1975), Kirchenmusikdirektor im Tübinger Stift und Wegbereiter der kirchlichen Singbewegung in Württemberg.
Prägend waren auch die theologischen Herausforderungen des Kirchenkampfs und die Besinnung auf das reformatorische Erbe. Dies drückt sich in dem Selbstverständnis aus: "Die Kirchliche Arbeit Alpirsbach ist nicht eine 'Bewegung', auch nicht eine liturgische Bewegung, sie ist einfach und umfassend kirchliche Arbeit" (Einladung 1941). Diesem Selbstverständnis auch 60 Jahre später gerecht zu werden, ist eine aktuelle Herausforderung, der sich die Kirchliche Arbeit Alpirsbach stellt.
Nach dem Krieg wurden die Kirchlichen Wochen an verschiedenen Orten durchgeführt, auch in der DDR, wo sich Gernrode zu einem Zentrum der "Gregorianischen Wochen" entwickelte. Bis zu seinem Tod im Jahr 1967 lag die Leitung der Kirchlichen Arbeit Alpirsbach in den Händen von D. Dr. Friedrich Buchholz. Danach ist ein Leitungskreis gebildet worden. 1999 erhielt die Kirchliche Arbeit Alpirsbach die Rechtsform einer Kirchlichen Stiftung.

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